Leistungsspektren nach Patientengruppen

Unfallchirurgie

Direktor:
Prof. Dr. med. Mario Perl, MHBA

Privatärztliche Behandlung und internationale Anfragen

Privatärztliche Behandlung und internationale Anfragen

Unsere privatärztliche Leistung schließt die Vor- und Nachbetreuung in der Privatsprechstunde, die Behandlung durch Herrn Prof. Dr. M. Perl oder seine Vertreter, die Unterbringung auf einer Privatstation und die tägliche Visite durch das privatärztliche Team ein.

Privat- und Spezialsprechstunde

Arbeits-/ Wegeunfälle (Berufsgenossenschaftliches Heilverfahren)

Arbeits-/ Wegeunfälle (Berufsgenossenschaftliches Heilverfahren)

Bei einem Arbeits- oder Wegeunfall oder Berufskrankheiten im Rahmen versicherter Tätigkeit sind speziell qualifizierte und ermächtigte Ärztinnen und Ärzte aufzusuchen, sog. Durchgangsärzte (D-Ärzte). Diese kümmern sich nicht nur um ihre medizinische Behandlung, sondern koordinieren gemeinsam mit den zuständigen Berufsgenossenschaften das gesamte Heilverfahren bis hin zu Ihrer beruflichen Wiedereingliederung.

Da Unfallverletzte mit sehr schweren, auch lebensbedrohlichen Verletzungen oder kompliziertem Heilungsverlauf einer besonderen unfallmedizinischen Expertise benötigen, sind solche Fälle in speziell zugelassenen Krankenhäusern vorzustellen. Diese Kliniken erfüllen ganz besondere personelle, apparative und räumliche Anforderungen und haben sich gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung zur Übernahme bestimmter Pflichten bereit erklärt.

Hinsichtlich des mehrstufigen Systems – stationäres Durchgangsarztverfahren (DAV), Verletzungsartenverfahren (VAV) und Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) – ist die Universitätsklinik Erlangen, zu der höchsten Versorgungsstufe Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) seitens der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zertifiziert.

Damit können sämtliche Verletzungen jeglichen Schweregrades – 24 Stunden und 7 Tage pro Woche – behandelt werden!

BG-Sprechstunde

 

 

 

Alterstraumatologie

Alterstraumatologie

Demographische Entwicklungen führen zunehmend zu einer älter werdenden Gesellschaft. Damit verbunden ist eine wachsende Zahl an Verletzungen und degenerativen Veränderungen im hohen Alter.

Die Versorgung dieser Erkrankungen stellen an Kliniken besondere Herausforderungen, da gerade im Alter regelmäßig z.T. erhebliche Begleiterkrankungen und herabgesetzte Knochensubstanz beobachtet werden. Hinzu kommen regelmäßig komplexe Frakturformen aufgrund bereits einliegender Prothesen.

Um diesen besonderen Ansprüchen gerecht zu werden, arbeiten wir eng abstimmend mit der Klinik für Innere Medizin und der Geriatrie sowie der geriatrischen Rehabilitation zusammen. Interdisziplinär wird der Behandlungserfolg auch durch unsere eigene Physiotherapie vor Ort und den Sozialdienst sichergestellt.

Häufige, in unserer Klinik behandelte Krankheitsbilder sind hierbei:

  • Brüche des körpernahen Oberarmes, z. T. mit Erfordernis einer endoprothetischen Versorgung, falls ein kopferhaltendes Verfahren nicht möglich ist
  • Brüche der Speiche, z. B. mittels Plattenosteosynthese oder Fixateuren versorgt
  • Brüche des körpernahen Oberschenkels, z. T. mit Erfordernis einer endoprothetischen Versorgung, falls ein kopferhaltendes Verfahren nicht möglich ist
  • Brüche mit einliegendem Osteosynthesematerial oder Prothesen mit Bedarf komplexer Revisionsoperationen
  • Wirbelkörperbrüche, z. B. mit Durchführung einer Zementaugmentation (Kyphoplastie) und minimalinvasiv-perkutaner Instrumentierung
  • Brüche des Beckens, z. B. mit minimalinvasiven Stabilisierungsverfahren

 

Kindertraumatologie des Bewegungs- und Stützapparates

Kindertraumatologie des Bewegungs- und Stützapparates

Gerade unsere jüngsten Patienten bedürfen einer optimalen Therapie basierend auf den Erfahrungen und Kenntnissen um die Besonderheiten bei Verletzungen im Kindesalter.

Das Skelett befindet sich noch im Wachstum und wichtige Strukturen wie Wachstumsfugen dürfen nicht unnötig durch Implantate verletzt werden; zudem heilen Brüche erheblich schneller als beim Erwachsenen. Dennoch sind auch hier der konservativen Grenzen gesetzt. Zu entscheiden, welche Behandlung für ihr Kind die richtige ist und Sie in dieser Entscheidungsfindung optimal zu beraten ist unser Ziel.

Hinzu kommt, dass nicht nur die Kinder, sondern auch die besorgten Eltern und Familienangehörigen einer besonderen Belastungssituation ausgesetzt sind. Mit Feingefühl und der besonderen Verantwortung bewusst möchten wir uns daher im Rahmen der Kindersprechstunde oder auf der Kinderstation um Ihr Kind kümmern.

Sollte nach strenger Indikationsstellung doch eine Operation unvermeidbar sein für eine spätere optimale Funktion der verletzten Extremität, bedienen wir uns daher minimalinvasiver, gewebeschonender und kindgerechter Verfahren, wie z. B.:

  • Restriktiver Einsatz von Röntgenstrahlung und Bevorzugung sonographischer Kontrollen im Verlauf
  • Drahtstabilisierung bei körperfernen Oberarm- oder Speichenbrüchen
  • Elastisch stabile Nagelosteosynthesen von Unterarm- oder Unterschenkel­brüchen

Kindersprechstunde

Sport- und Leistungsmedizin

Sport- und Leistungsmedizin

Speziell ausgebildete Sporttraumatologen stehen Ihnen in unserer Abteilung gerne bei Verletzungen im ambitionierten Freizeit-, Leistungs- und Profisport zur Verfügung. Dabei widmen wir uns nicht nur akuten Verletzungen, sondern auch chronischen Schäden, um Sie möglichst schnell auf Ihr gewohntes Leistungsniveau zu bringen. Aufgrund unserer Expertise im Leistungs- und Profisport bestehen langjährige Kooperationen z.B. mit der Spielvereinigung Greuther Fürth und den Höchstadt Alligators.

Zu typischen Behandlungsverfahren zählen neben einer differenzierten Untersuchung und Diagnostik des Erkrankungsbildes:

  • Arthroskopien an Knie, Sprunggelenk, Schulter und Ellenbogen inkl. minimalinvasiver Verfahrung zur Versorgung von Gelenkbinnenschäden (z. B. Rekonstruktion der Rotatorenmanschette, Knorpelaufbau, Kreuzbandersatz oder Meniskusnaht)
  • Femoroazetabuläres Impingement
  • Infiltration von autologem konditionierten Plasma (ACP) aus Eigenblut der Patienten bei Schmerzen oder zur Beschleunigung der eigenen Heilungsprozesse
  • Verordnung und Anpassung ideal abgestimmter Orthesen und Einlagen

Sporttraumatologische Sprechstunde

 

Tumorerkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates

Tumorerkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates

Tumore von Weichteilen und Knochen des Bewegungs- und Stützapparates sind selten und werden oft erst spät auffällig. Ihre Diagnostik und Therapie bedarf hochspezifischer Kenntnisse und Verfahrensweisen.

Bösartige Absiedelungen (Metastasen) haben weiterhin häufig ihren Ursprung in anderen Fachgebieten, z. B. im gynäkologischen oder urologischen Bereich.

Umso wichtiger ist es daher, sich einem universitären Zentrum mit entsprechender Erfahrung und interdisziplinärer Kompetenz anzuvertrauen, damit wir Ihnen ein optimal für Ihre Situation abgestimmtes Behandlungskonzept anbieten können.

Die leitliniengerechte und nach aktuellem Standard durchgeführte Therapie wird dadurch sichergestellt, dass komplexe Fälle in einem interdisziplinären Tumorboard an unserer Universität im Detail besprochen und sich alle Experten gemeinsam auf ein für Sie persönlich optimal abgestimmtes Therapieregime – operativ, medikamentös/ chemotherapeutisch und/ oder mittels Strahlentherapie – verständigen. Operativ kommen dann z. B. minimalinvasive Verfahren, wie z. B. Kyphoplastien (Zementaugmentationen) und perkutanes Stabilisieren betroffener Wirbelkörper, extremitätenerhaltende Spezialimplantate oder spezielle Tumorprothesen zum Gelenk-/ Knochenersatz in unserer Abteilung zum Einsatz.

 

 
Kontakt

Direktion
Unfallchirurgische Klinik – Orthopädische Chirurgie

Krankenhausstraße 12
91054 Erlangen
Postfach 2306

Telefon: 09131 85-33272
Fax: 09131 85-33300
unfallchirurgie-orthopaedie@uk-erlangen.de

Text: Schwerstverletztzungsartenverfahren der DGUV kreisrund um die drei Buchstaben SAV in blau angeordnet
Zertifizierungen
Text TÜV Süd auf weißem Grund umgeben von achteckigen blauen Ring in dem in weißer Schrift ISO 9001 steht
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